Claire Corlett

Fish Food, Fish Tanks, and More

Real- und Nominalzinssatz und Fisher-Effekt – Der Staat nach Keynes 1


Moooooooin Leute, stellt euch vor, ihr legt
alle eure Ersparnisse auf einem Bankkonto an erhaltet 8% Zinsen pro Jahr. Im nächsten Jahr hebt ihr eure Einlage komplett
ab und erhaltet die Zinsen. Seid ihr nun dadurch reicher geworden oder
nicht? Diese Frage beantworten wir euch im Video. Introanimation
Erklärkapitel 1 Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab,
was ihr unter “reicher sein” versteht. Euer Euro-Betrag hat sich erhöht, das steht
fest. Aber was ist, wenn eure Kaufkraft flöten
gegangen ist? Also wenn während eurer Ansparphase die Inflationsrate
um sagen wir 5% gestiegen ist, dann könnt ihr euch gerade mal 3% mehr Güter kaufen,
weil einerseits die Preise für diese Güter um 5% gestiegen sind und dadurch euer Geld
an Kaufkraft verloren hat. Betrug die Inflationsrate sogar 10%, seid
ihr ziemlich am Arsch, weil ihr am Ende mehr bezahlen müsst. Ökonomen bezeichnen den Zinssatz, den ihr
von der Bank erhaltet, als Nominalzinssatz. Die Zunahme der Kaufkraft wird dagegen durch
den Realzinssatz ausgedrückt. Die Kaufkraft ist daher von sowohl von den
Zinssätzen, als auch von der Inflationsrate abhängig. Bezeichnen wir den Nominalzinssatz mit i,
den Realzinssatz r und die Inflationsrate mit dem Buchstaben pi, so können wir euch
folgenden Zusammenhang präsentieren. r=i-. Der Realzinssatz ist also die Differenz zwischen
dem Nominalzinssatz und der Inflationsrate. Bei dieser Formel handelt es sich um eine
hinreichende Näherung, die exakte Formel haben wir euch nochmal hier dargestellt. Fisher-Effekt Formen wir unsere Näherung nun um, in dem
wir sie nach dem Nominalzinssatz auflösen erhalten wir diese Gleichung hier. Sie wird auch Fisher-Gleichung genannt, benannt
nach dem amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Irving Fisher Sie zeigt, dass sich der Nominalzinssatz aus
zwei Gründen ändern kann. Entweder weil sich der Realzinssatz ändert,
oder weil sich die Inflationsrate ändert. Aus der Quantitätstheorie, die in einem anderen
Video beschrieben wird, führt eine Zunahme des Geldmengenwachstums um einen Prozentpunkt
zu einer Zunahme der Inflationsrate um einen Prozentpunkt. Der Fisher-Gleichung zufolge führt diese
Zunahme der Inflationsrate zu einer Erhöhung des Nominalzinssatzes um einen Prozentpunkt. Diese Eins-zu-Eins-Beziehung zwischen Inflationsrate
und Nominalzinssatz wird Fisher-Effekt genannt. Beispiel: Zusammenfassung Was müsst ihr euch merken? Der Nominalzinssatz ist der Zinssatz, den
ihr von eurer Bank für eine Einlage erhaltet. Der Realzinssatz ergibt sich aus der Differenz
zwischen Nominalzinssatz und Inflationsrate. Sie ist ein Attribut für die Kaufkraft Die Fisher-Gleichung stellt einen Zusammenhang
für den Nominalzinssatz dar und daraus resultiert der sogenannte Fisher-Effekt, der besagt,
dass eine Zunahme der Inflationsrate eine Zunahme des Nominalzinssatzes um den selben
Betrag zur Folge hat.

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