Claire Corlett

Fish Food, Fish Tanks, and More
So werden Fly Fishing Guides geprüft

So werden Fly Fishing Guides geprüft


Seit Jahren bin ich begeisterter Fliegenfischer. Auf den meisten Reisen wurde ich von Angelguides begleitet und bekam von ihnen immer wieder wertvolle Tipps. Um ein guter Angelguide zu sein, muss man jedoch einiges bieten können. Die Prüfungen haben’s in sich… Im Zürcherischen Tössegg führt die Europäische Fliegenfischer-Vereinigung EFFA ihre Guide-Prüfungen durch. Vier Tage lang leben 13 Prüflinge aus fünf Ländern in einem Camp und müssen während dieser Zeit verschiedene Aufgaben lösen. «Für den Endkunden, muss ich letztlich sagen, ist das Guide-Programm das Vollendete, das alles andere toppt.» «Es geht um Entomologie, es geht ums Fliegenbinden, es geht ums Kochen, es geht um einen Medical Test, damit Du helfen kannst. Es geht umfassend um alle Themen, die relevant sind, wenn Du Leute guidest. Und last but not least ist es mir wichtig, dass jemand dienstleistungs-orientiert ist.» «Keep your guest safe, warm and dry» – also: Sorge dafür, dass Dein Gast immer in Sicherheit, warm und trocken ist. Dies ist der Grundsatz der EFFA Fliegenfischer-Guides. Entsprechend hat auch die Sicherheit oberste Priorität. Zum «Aufwärmen» werden zuerst 200 Meter geschwommen. Nächster Punkt: Der Wasserrettungs-Test. «Es gab da verschiedene Themen; die gängigsten Notfälle, die man als Guide antrifft. Wir haben Reanimationen geprüft – in Theorie und Praxis. Die Prüflinge mussten auch Wunderverbände, zum Beispiel Druckverbände, anlegen können. Weiter gaben sie Auskunft über Herz- und Hirninfarkte. Das ergab eine Summe von Ergebnissen, wo man dann sagen konnte: Ja, sie können es.» Die Wurftechnik der sogenannten Fliegenrute macht das Fliegenfischen einzigartig. Und optisch besonders interessant. Es ist aber auch nicht ganz einfach. Am frühen Morgen wird in einem Freibad und auf den Wiesen geprüft, ob die Kandidaten das Werfen beherrschen. Dazu müssen sie auch Wurffehler erkennen und Verbesserungsvorschläge machen können. «Der Weitwurf ist nicht ganz einfach. Aber nicht nur wegen der Distanz, sondern auch, dass die Schlaufe sauber geworfen wird.» Hier wurden die Grund-Wurf-Techniken eines Guides geprüft, dass er seine Kunden mit Tipps und Tricks unterstützen kann, sodass sie erfolgreich sind am Wasser.» Die besten Stellen zum Fischen finden, und untersuchen, welche Insekten, Larven und Tiere es dort gibt. Dies tut die Gruppe mit den Füssen im kühlen Wasser. Ein Fliegenfischer-Guide muss seine Köder selber herstellen können. Hier wird geprüft, wie die angehenden Guides mit Faden und Federn Insekten nachbinden. Auch die Fragen der Experten zur Insektenkunde sind eine Herausforderung. «Man kommt echt bei der EFFA Guide Prüfung an seine Grenzen. Es ist keine «Kindergeburtstags-Veranstaltung», wo man zusammen Bier trinkt oder Zigarren raucht, sondern es ist wirklich eine knallharte Arbeit. Es sind klar gesetzte Anforderungen und Ziele, die man erreichen muss. Sonst hat man keine Chance. Am vierten Tag geht’s ums Ganze: Abschlussprüfungen. Die Teams müssen für alle Notsituationen gerüstet sein, dabei aber ihren Gästen vor allem eines bieten: Dienstleistung. Am Abend dann die frohe Botschaft: Alle Teilnehmer haben bestanden. «Ich hatte eine echt tolle Zeit hier beim EFFA Guiding-Kurs. Es war auch toll, mit den Jungs hier im Camp zu leben und das eine oder andere gute Gespräch am Lagerfeuer zu führen.» Für mich war es eindrücklich, hautnah mitzuerleben, wie 13 Kandidaten aus fünf Ländern in nur vier Tagen zu einem eingeschworenen Team geworden sind. Ich ziehe meinen Hut vor der gezeigten Leistung und wünsche den frischgebackenen Guides alles Gute. Toll gemacht, Jungs!

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