Claire Corlett

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Vom Sinn und Unsinn der Gewinnschätzungen | Ken Fisher | Fisher Investments [2019]


Vieles, was an den Kapitalmärkten
passiert, ist eine Art Tanz. Ich betrachte es gerne
als den “Wall Street Walzer”. Das Thema meines Buches von 1987 war, dass der Walzer über die Gewinnschätzungen größtenteils missverstanden wird. Die Medien necken gewöhnlich ähnlich wie: “Übertrifft das Ergebnis in diesem Quartal
die Schätzungen der Analysten oder nicht?” Es ist eigentlich Unsinn, weil sie immer
die Schätzungen der Analysten übertreffen. Das ist nicht die richtige Frage. Sie übertreffen immer die Schätzungen,
denn ein Teil des “Wall Street-Walzers” besteht für das Management in jedem Quartal darin,
die Schätzungen der Analysten abzuwerten, damit das Management sie übertreffen kann. Und tatsächlich liegen
zwischen 60-75 % der Erträge immer über den Schätzungen. Die eigentliche kritische Frage ist:
“Was sind nun die nächsten Schritte des Managements?” Diese Frage
beeinflusst den zukünftigen Verlauf der Aktien. Und wenn wir darüber nachdenken, denken Sie darüber nach im Hier und Jetzt
vom vielfältigen Gerede, das die Bekanntgabe der Gewinne begleitet. Aktuell ist das eine Unterhaltung über die Zukunft im Vergleich zu dem, was im letzten Quartal war. Schauen wir auf das nächste Quartal, fällt
das Wachstum voraussichtlich niedriger aus als im Vorjahr, aber im Gespräch
über die Zahlen ist man optimistischer. Es ist Teil dessen, was ins Muster passt,
dass 2019 ein gutes Jahr für die Börse sein wird und teilweise der Grund,
warum es mit Aktien gerade jetzt besser läuft. Aber der grundlegende Punkt ist,
weniger wichtig ist das “Übertreffen Aktien die Schätzungen
der Analysten?” Achten Sie auf die Gespräche
und wie sehr die Manager zukünftige Schätzungen abwerten.

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